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Von Alexander Kropp
Die geschichtliche Betrachtung und Rekonstruktion vergangener Zeiten stellt den Historiker immer wieder vor die Aufgabe, Herrscher und ihre Regierungszeiten beachten und vor allem kennen zu müssen. Oftmals tauchen in Handbüchern oder anderen Einzeldarstellungen Könige, Kaiser und andere Herrscher auf, die es letztlich einzuordnen gilt, will man – man denke allein an die ganzen Heinriche im Mittelalter – nicht den Überblick verlieren.
Ein unentbehrliches Hilfsmittel ist dabei das Werk „Wer regierte wann?“ von Klaus-Jürgen Matz, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Mannheim, das seit vielen Jahren ganzen Historikergenerationen einen guten Dienst erwiesen hat und nicht zuletzt deshalb immer wieder in aktualisierten Neuauflagen – vorliegend die aktuelle 6. Auflage aus dem Jahr 2002 – aufgelegt wird.
Der Untertitel „Regententabellen zur Weltgeschichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart“ lässt unzweifelhaft erkennen, in welcher Form sich der Stoff dem Leser präsentiert. Streng nach chronologischem Prinzip gegliedert, teilt sich das Taschenbuch in drei Teile: Zunächst werden die „Historischen Staaten“, angefangen bei den frühen Hochkulturen wie Ägypten oder Persien bis in die Staatenwelt des 16. Jahrhunderts hinein, länderweise abgearbeitet, um dann im zweiten Teil II die moderne Staatenwelt nach Erdteilen sortiert darzustellen. Selbst die Herrschaftsabfolge der Päpste wird nicht vergessen, was gerade für Kirchenhistoriker oder Mediävisten nicht unwichtig ist.
Ein besonderer Schwerpunkt bildet schließlich im dritten Teil Deutschland, der mit der Angabe der Herrschaftsdaten (als auch der Geburts- und Sterbedaten) des Karolingers und vermeintlich ersten, „deutsch“ zu nennenden Königs Ludwig dem Deutschen (um 805-876) beginnt, um mit dem 2002 sich noch im Amt befindlichen 1. Kabinett Schröder (1998-2002) beziehungsweise den verschiedenen DDR-Regierungen zwischen 1949 und 1989 zu enden. Den Abschluss bildet eine Übersicht über die verschiedenen Länderregierungen in den Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland seit 1949.
Zweifelsohne kann sich der Benutzer mittels dieses Kompendiums einen schnellen Überblick über die Abfolge von Herrschaft in den Zeitläufen verschaffen und muss sich dies nicht mühsam selbst erarbeiten. Durch die Reduzierung auf die wesentlichen Fakten – so wird beispielsweise neben dem Datum des Beginns der Königswürde auch, sofern geschehen, jenes der Erlangung der Kaiserwürde angegeben –, findet sich der Nutzer schnell in dem knapp 440 Seiten zählenden Band zurecht und kann mit diesem unentbehrlichen Hilfsmittel schnell und unproblematisch arbeiten. Ohne Frage sollte dieser Band in keiner Historikerbibliothek fehlen, zumal das Buch nur einen kleines Loch im Budget hinterlässt.
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