„Lasset die Kleinen zu mir kommen“

Adalbert Stifters Bildungskonzept in Theorie und literarischer Praxis

Von Christoph Meurer

Abstract:
Adalbert Stifter war Zeit seines Lebens an Fragen der Bildung interessiert. Dies dokumentiert die Vielzahl seiner theoretischen Schriften zu dieser Thematik. Auch wenn ihm als praktischer Pädagoge allenfalls mäßiger Erfolg beschieden war, sind seine Ansichten zur Erziehung von zentraler Bedeutung für das Verständnis seines Werkes. In diesem Beitrag werden zentrale Aspekte der Stifter’schen Bildungsidee vorgestellt und aufgezeigt, wie sich diese in seinen literarischen Texten – im Fokus stehen hierbei die Erzählungen – widerspiegeln. Dabei wird von einer engen Verbindung von pädagogischer Theorie und literarischer Praxis ausgegangen.

I. Einleitung

1859 verschwindet Juliane Mohaupt, eine Nichte von Adalbert Stifters Frau Amalie, die das Ehepaar an Kindes statt angenommen hatte, spurlos aus dem Stifter’schen Haus in Linz. Bereits acht Jahre zuvor war das Kind, welches seit 1847 bei dem Ehepaar lebte, für zwei Wochen von zuhause fortgelaufen. Der zweite Ausriss des Kindes endet aber tragisch. Nach mehreren Wochen ergebnisloser Suche wird das Kind tot am Ufer der Donau gefunden.
Adalbert Stifter, der keine eigenen Kinder hatte, war von dieser Erfahrung traumatisiert, „aufs tiefste erschüttert, fassungslos“ . Er war von dem Gedanken besessen, „als Erzieher versagt zu haben“ . Immer wieder war es zu Reibereien und Streitereien mit der Ziehtochter gekommen. Gerade diese Tatsache musste einen Menschen wie Stifter schwer getroffen haben. Zeit seines Lebens war der Autor aus dem böhmischen Oberplan an Fragen der Pädagogik interessiert gewesen. Der Stifter-Biograf Urban Roedl bescheinigt ihm „Anlage und Gesinnung […] zu einem hervorragendem Erzieher.“ Bereits während seiner Studienzeit arbeitete er als Hauslehrer. Um eine Anstellung als amtlicher Lehrer hatte er sich aber nie erfolgreich bewerben können. Auch ein Lesebuch für Oberrealschulen, das Stifter 1854 zusammen mit Johannes Aprent herausgegeben hatte , beschied ihm keinen Erfolg, da es ein Jahr nach dem Erscheinen vom zuständigen Ministerium der k. u. k. Monarchie abgelehnt wurde. Pläne, noch andere Schulbücher zu verfassen wurden nicht weiter verfolgt. Wenn man sich diese Tatsachen zusammen mit dem familiären Unglück betrachtet, könnte man sich ohne weiteres der Ansicht anschließen, dass Adalbert Stifter nicht als großer Pädagoge zu bezeichnen ist. Dabei sollte aber nicht außer Acht gelassen werden, dass er seine Arbeit als Schulrat und Schulinspektor – das Amt hatte er von 1850 bis 1865 inne – immer sehr gewissenhaft und gründlich durchführte. Daneben erreichte er auch die Gründung einer Realschule in Linz.
Dessen ungeachtet lässt sich konstatieren, dass Stifter mehr ein Mann der pädagogischen Theorie denn einer der Praxis gewesen ist. Als Redakteur für den „Wiener Boten“ verfasste er verschiedene Aufsätze das Bildungs- und Erziehungswesen betreffend. Aus diesen lässt sich die Stifter’sche Bildungsidee anschaulich extrapolieren, was im Folgenden aufgezeigt werden soll.

 

II. Grundzüge der Stifter’schen Bildungskonzeption

Ausgangspunkt der Stifter’schen Gedanken über die Bildung ist eine stetige Sorge um den Menschen. Dieser sei, so die Meinung des Autors, beständig in der Gefahr, seinen Trieben und Leidenschaften nachzugeben, was zum sittlichen Verfall der gesamten Menschheit führen würde. Ein Mittel, diesen Leidenschaften Herr zu werden, sieht Stifter in der Vernunft. Diese ist dabei aber nur der erste Ansatzpunkt. Aus ihr „geht die Freiheit ebenso hervor wie die Verstandesfähigkeit“. In seinem Aufsatz „Was ist die Freiheit?“ erklärt Stifter, dass Freiheit „etwas ganz anderes als pure Ausgelassenheit“ ist. Sie meint hier die volle Wesensentfaltung, ohne sich seinen Leidenschaften hinzugeben oder andere Menschen in ihrer Freiheit einzuschränken. Die wichtigste Instanz, dies zu gewährleisten, ist für Stifter der Staat mit seinen Institutionen Staatsgebilde, Gesetzgebung und Gerichtsbarkeit. Diese regeln das Zusammenleben der Menschen. Das Ziel im Kampf gegen die Leidenschaften ist die sittliche und geistige Reifung des Menschen, eine Bändigung der tierischen Triebe und somit eine endgültige Menschwerdung. Zwei Vorgänge spielen dabei eine wichtige Rolle: Bildung und Erziehung, welche es genau von einander zu differenzieren gilt. Unter Erziehung versteht Stifter die sittliche Ausreifung des Menschen. Bildung zielt hingegen auf das Wissen von der Welt und die Vermittlung von Kenntnissen ab. Zur Beherrschung der von Stifter so gefürchteten Leidenschaften und Begierden dient primär die Erziehung.
Um Erziehung und Bildung zu gewährleisten, sieht der Autor verschiedene Institutionen in der Pflicht. So zum Beispiel Schule und Kirche, die für Stifter die beiden höchsten Güter der Menschheit sind. „Medien für die Aufgabe der Menschwerdung des Menschen […] sind die Kirche, die auf die Erwachsenen wirkt, und die Schule, die auf das Kind zielt.“ Was Adalbert Stifter unter dem Begriff Schule versteht, hat er in seinem Aufsatz „Wirkungen der Schule“ dargelegt. Dabei kann jedoch – nach Stifter’scher Sichtweise – nicht nur von der Schule als einer staatlichen Institution ausgegangen werden.
Zum einen erfolgt Lernen nicht nur in den (staatlichen) Schulen und zum anderen ist der Lernprozess niemals wirklich beendet. Diesen Aspekt thematisiert der Autor in seinem Aufsatz „Die Schule des Lebens“. Das Lernen beginnt „sobald er [d. i. der Mensch] geboren ist“ und endet „auf dem Totenbette“. Der Mensch lernt aus Notwendigkeit, immer besser auf der Welt zurechtzukommen. Da nicht jeder Mensch in seiner Lebenszeit alles alleine lernen kann, da „zu deren Selbstfindung man Jahrhunderte brauchen würde“ , sind Schulen sowie „Lehrer und Ermahner“ nötig. Schulen dienen zur Kanalisierung des Wissens und leiten den Menschen auf seinem Weg an. Stifter versteht jegliche Institutionen, die dem Menschen Erziehung und Bildung vermittelt als Schule.
Die primärste Art von Schule nennt Stifter „die Schule der Familie“. Er bezeichnet sie als „die einfachste und älteste“ Art solcher Einrichtungen. Sie steht am Anfang des lebenslangen Bildungsweges des Menschen und ist somit äußerst prägend für ihn. Die Familie, die dem Menschen grundlegende Erziehung und Bildung vermittelt, wird zum Stützpfeiler von Staat und Gesellschaft.
Die Funktion der Familie besteht in einem Wechselverhältnis zwischen Eltern und Kindern. Die Eltern haben neben ihrer „angeborenen Liebe“ auch das Bedürfnis, ihren Kindern alles beizubringen, was sie im späteren Leben brauchen. Die Kinder hingegen besitzen einen „angeborenen Trieb, die Eltern als das Höchste […] zu betrachten, von ihnen alles gerne anzunehmen, sie nachzuahmen und ihre Worte für ein Heiligtum zu halten.“ Die Bildung und Erziehung, die die Kinder in der Familie erhalten, prägen sie für das ganze Leben. Dieses ist umso wichtiger, da Stifter sich bewusst gewesen ist, dass Familien nicht immer dem Idealtypus der „sozialen Intimgruppe“ entsprechen, die er sich gewünscht hat. Vielfach sieht er die Erziehung der Familie als unzureichend an. Dies mag an der fehlenden Bildung der Eltern liegen oder daran, dass sie sich nicht richtig um ihre Kinder kümmern. Wenn Stifter dabei die mangelnden Fähigkeiten der Eltern beschreibt, spricht er sich damit auch indirekt für eine Erwachsenenbildung aus, die im Besonderen auf der Ausbildung von sittlicher Reife abzielt.
In diesem Zusammenhang spielt die Kirche eine wichtige Rolle im Umgang mit den Leidenschaften. Diese Institution dient der sittlichen Reifung der Erwachsenen. Religion ist die Basis von Recht und Ordnung, weshalb dem Priesterberuf eine überaus wichtige Bedeutung zukommt. Die Geistlichen sollen mit gutem Beispiel vorangehen. So wie Priester müssen auch Lehrer Beispiele an tugendhaftem Verhalten sein. Deshalb sind Lehrer bei Stifter einer ständigen Kritik ausgesetzt. In seinen Berichten, die er als Schulinspektor geschrieben hat, finden sich vielfach Hinweise und Bemerkungen auf mangelnde Fähigkeiten des Lehrpersonals. Der Pädagoge soll Vorbild sein, den Schüler anleiten, statt diesen mit seinem „Übergewicht“ von Autorität und Alter zu erdrücken. Somit soll eine Freiheit der Wesenentwicklung des Kindes, wenn auch unter Anleitung, gewährleistet sein.
Stifters Kernthesen lassen sich wie folgt zusammenzufassen: Bildung und Erziehung dienen bei ihm einem grundlegenden höheren Zweck: Der stetigen Ausreifung der Tugend und der Sittlichkeit zur Beherrschung der Leidenschaften – der Menschwerdung des Menschen. Dabei wirken neben der (staatlichen) Schule auch Familie und Kirche auf ihn ein. Für die Kinder bedeutet dies, dass sie von Eltern und Lehrern geleitet werden sollen, sich gemäß ihrer Verstandeskraft sittlich und moralisch zu entwickeln. Die sittliche Erziehung ist dabei genauso wichtig wie die Vermittlung von praktischem Wissen. Bildung und Erziehung sind die Grundlagen für die Menschen, um miteinander in größtmöglicher Freiheit, ohne einander zu beengen und einzugrenzen, zusammenzuleben.

 

III. Literarische Experimentierfelder

In einer Vielzahl von Stifters Erzählungen findet sich die Konstellation alter/älterer Mann und Kind. In „Abdias“ muss sich der jüdische Händler nach dem Tod seiner Frau alleine um die Tochter Ditha kümmern, bis diese durch einen Blitzschlag, stirbt. Eine vergleichbare Konstellation des allein erziehenden Vaters findet sich auch in der Erzählung „Turmalin“wieder. In „Der Waldgänger“ ist es, wie in den Erzählungen „Der Waldbrunnen“ und „Granit“,ebenso ein alter Mann, der sich eines Kindes annimmt, um dieses erzieherisch zu lenken und zu leiten. Ähnliche Konstruktionen können im „Hagestolz“ und, mit Abstrichen, in „Kalkstein“ beobachtet werden. In all den hier angeführten Werken findet sich somit in der Person des Lehrers und Ermahners eine Instanz wieder, die Stifter in seiner Pädagogik propagiert. Diese kann negativ dargestellt sein („Abdias“, „Turmalin“) und  das Kind fehlleiten, positiv auf das Kind oder die Kinder wirken („Der Waldbrunnen“, „Granit“, „Der Waldgänger“, „Kalkstein“) oder sich einer eindeutigen Sichtweise entziehen („Hagestolz“). Wenn man in diesem Zusammenhang noch die größeren Werke „Der Nachsommer“ und die „Mappe meines Urgroßvaters“mit in die Betrachtung einbezieht, wird deutlich, dass, leicht modifiziert, „die erzieherische Wirkung eines älteren Mannes auf einen jüngeren […] ein Grundmotiv in Stifters Gesamtwerk [ist]“ . Hierzu bleibt aber anzumerken, dass der erzieherische Einfluss des Mannes – wie bereits angeklungen ist –  nicht immer von Erfolg gekrönt ist. Abdias und der Rentherr aus „Turmalin“schaffen es nicht, ihre Kinder auf den rechten Weg zu bringen. Der jüdische Händler erkennt nicht, dass seine Tochter nicht blödsinnig, sondern nur blind ist. Die Verbitterung des Rentherrn nach dem Weggang seiner Frau überträgt er auf seine Tochter. Erst als diese in die Pflegefamilie kommt, schafft es die Frau, die in der Erzählung als Erzählerin auftritt, die Entwicklungsverzögerung des Kindes zumindest in Teilen auszugleichen. Diese Tatsache leitet zu einem weiteren  wichtigen Aspekt der Stifter’schen Bildungstheorie über. Vom Lehrer und Ermahner zur Schule der Familie. In seinem Aufsatz zu diesem Themenkomplex führt der Autor aus, dass diese Institution sich vielfach als mangelhaft erweist und „fast drei Vierteile der Familienschule […] völlig verloren [sind]“ . Kritik an mangelhaften Familien lässt sich aus diesem Grund im Werk Stifters mehrfach ausmachen. Es wurde bereits deutlich, dass die Familien von Abdias und dem Rentherr nicht den pädagogischen Ansprüchen entsprechen. Die Protagonisten der beiden Erzählungen geben sich den von Stifter so gefürchteten Leidenschaften hin, was zum Verfall ihrer Familien führt. Ähnliches lässt sich auch für die Familie von Stephan Murai in der Erzählung „Brigitta“ konstatieren, wobei hier der Autor die Familie, nach der Überwindung der Leidenschaften, wieder glücklich vereint. Stofflich ähnlich ist auch „Bergkristall“ konstruiert. Erst durch die Trennung des Ehepaares entwickelt sich eine Situation, die für die beiden Kinder Konrad und Sanna lebensgefährlich wird. Kritik ganz anderer Qualität an der Familie findet sich in den Erzählungen „Der Waldgänger“ und „Katzensilber“. Diese referieren auf einen zentralen Aspekt der Gedanken Stifters zur Schule der Familie:

Die höheren Stände gehen meist ihren Vergnügungen nach und übertragen das nicht übertragbare Geschäft der Eltern an andere, und die minderen Stände haben nichts, was sie den Kindern übergeben könnten, als ein sehr geringes Wissen, dann Vorurteile und Affekte und Leidenschaft.

Da die Hegerfamilie, ob ihrer mangelnden Bildung, ihren Sohn Simon nicht richtig erziehen kann, nimmt sich der Waldgänger seiner an. In „Katzensilber“ geben sich die Eltern ihren Vergnügungen in Form ihrer Besitztümer hin, was darin kulminiert, dass die Mutter diese aus ihrem brennenden Haus rettet, eines ihrer Kinder aber vergisst.
Kinder spielen überhaupt eine wichtige Rolle in den Texten Stifters, was bei einem Autor, dessen pädagogisches Interesse sich so in seinem Werk niederschlägt, nicht weiter verwunderlich ist. Dennoch gilt es genauer betrachten, welche Funktionen Kinderfiguren erfüllen. Zum einen fungieren sie als Erziehungsobjekte. An den Kindern wird deutlich gemacht, welche Auswirkungen eine gute beziehungsweise schlechte Erziehung auf dem Menschen hat. Jedoch greift die Beobachtung zu kurz, da Kinder nicht nur Objekte der Erziehung sind, sondern darüber hinaus noch eine wichtige andere Funktion erfüllen, die sich in den Erzählungen „Der Waldgänger“, „Der Waldbrunnen“, „Der Hagestolz“ und in leichter Variation auch in „Abdias“ konstatieren lässt. Sämtliche Protagonisten dieser Werke tragen einen inneren Konflikt aus, an dem sie leiden, der ihnen schwer zu schaffen macht und sie isoliert. Die Ursache liegt dabei in Erfahrung negativer Leidenschaften begründet. Die Kinder wirken auf diesen Konflikt ein. Durch die Beschäftigung und pädagogische Arbeit mit ihnen erfahren die Protagonisten zumindest zwischenzeitlich eine Linderung ihres Leides. Auch in anderen Erzählungen tragen Kinder direkt oder indirekt zur Konfliktlösung bei. Die gemeinsame Sorge der Eltern um ihre Kinder beziehungsweise ihr Kind ist es auch in „Brigitta“ und „Bergkristall“, die letztlich für einen guten Ausgang der jeweiligen Erzählung sorgt. Somit lässt sich festhalten, dass Kinder, auch wenn sie nur als Nebenfiguren in den Erzählungen Stifters auftreten, eine wichtige Funktion bei den zu konstatierenden pädagogischen Reflexionen des Autors erfüllen.

IV. Fazit

Die dargelegten Ausführungen stellen nicht viel mehr als einen groben Abriss dar. Dies ist der Begrenzung des Umfangs dieser Ausführungen geschuldet, die nur eine überblicksmäßige Darstellung der Bedeutung der Pädagogik Stifters für sein literarisches Werk zulässt. Auch eine solche stark verkürzte Betrachtung ergibt aber zweifelsfrei, dass sich zwischen Stifters pädagogischem Ansinnen und literarischer Tätigkeit klare und eindeutige Verbindungslinien ausmachen lassen. Zentrale Aspekte der Stifter’schen Bildungstheorie finden sich in den Texten wieder: Kampf mit den Leidenschaften, die Bedeutung eines Lehrers und Ermahners, die Schule der Familie.
Stifters pädagogische Ausführungen blieben zeitlebens idealistische Theorie. Zur praktischen Anwendungen reichte es nie. Zu unausgereift und bar jeder praktischen Anwendbarkeit erscheinen seine Ausführungen. Nie gelang es ihm, das zu erreichen, was ihm vorschwebte. Einen Lehrberuf konnte er nie ergreifen, sein Lesebuch fiel bei der zuständigen Kommission durch, bei seinen Inspektionen musste er immer wieder enttäuscht feststellen, wie sehr seine Vorstellungen von der Realität abwichen. Stifter war sicherlich nicht der große Lehrer, den manche in ihm sehen möchten. Dennoch wäre es fatal, seine pädagogischen Äußerungen einfach abzutun. Gerade diese erweisen sich als Schlüssel zum literarischen Werk des Autors mit seinen Erzählungen zwischen Romantik, Biedermeier und Realismus. Wenn Naumann konstatiert, dass „fast alle Bücher über Stifter als Pädagogen […] bezeichnenderweise nicht seine pädagogischen Aufsätze, sondern einzelne poetische Werke [behandeln]“ , so untermauert dies die These, dass es sich bei den Erzählungen und Romanen des Österreichers oftmals um eine Weiterführung seiner Pädagogik handelt.

V. Literatur

  • Adalbert Stifter: Gesammelte Werke und Briefe. Historisch-kritische Gesamtausgabe. Hrsg. v. Alfred Doppler u. Wolfgang Frühwald (ab 2000: Hrsg. v. Alfred Doppler u. Hartmut Laufhütte). Stuttgart/Berlin 1978ff. [bis 2003 22 Bd.]

      (Die Texte von Adalbert Stifter sind auch kostengünstig im Deutschen       Taschenbuchverlag zu bekommen.)

  • Documenta Paedagogica Austriaca. Adalbert Stifter. Zusammengesellt v. Kurt Gerhard Fischer. 2 Bd. Linz 1961. Schriftenreihe des Adalbert-Stifter-Institutes des Landes Oberösterreich. Hrsg. v. Aldemar Schiffkorn.
  • Enzinger, Moritz: Adalbert Stifters ‚Lesebuch’. In: Ders.: Gesammelte Aufsätze zu Adalbert Stifter. Wien 1967. Seite 267-294.
  • Fischer, Kurt Gerhard: Die Pädagogik des Menschmöglichen. Adalbert Stifter. Schriftenreihe des Adalbert-Stifter-Institutes des Landes Oberösterreich. Hrsg. v. Aldemar Schiffkorn. Folge 17. Linz/Donau 1962.
  • Hunter, Rosemarie: Wald, Haus und Wasser, Moos und Schmetterling. Zu den Zentralsymbolen in Stifters Erzählung „Der Waldgänger“. In: Vierteljahresschrift des Adalbert Stifter Instituts des Landes Oberösterreich. Jahrgang 24, Folge 1 / 2. Linz 1975. Seite 23-36.
  • Mall-Grob, Beatrice: Fiktion des Anfangs: literarische Kindheitsmodelle bei Jean Paul und Adalbert Stifter. M&P-Schriftenreihe für Wissenschaft und Forschung. Stuttgart/Weimar 1999.
  • Naumann, Ursula: Adalbert Stifter. Stuttgart 1979.
  • Reich, Willi (Hrsg.): Adalbert Stifter. Kulturpolitische Aufsätze. Einsiedeln/Zürich 1948.
  • Roedl, Urban: Adalbert Stifter. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. 13. Aufl. Reinbek bei Hamburg 2002. Rowohlts Monographien 50086.
  • Rutt, Theodor: Adalbert Stifter. Der Erzieher. Wuppertal/Ratingen/Kastellaun 1970.
  • Seifert, Walter: Literaturidee und Literaturdidaktik bei Adalbert Stifter. In: Adalbert Stifter. Dichter und Maler, Denkmalpfleger und Schulmann. Neue Zugänge zu seinem Werk. Hrsg. v. Hartmut Laufhütte und Karl Mösenender. Tübingen 1996. Seite 157-184.
  • Urzidil, Johannes: „Stifters ‚pädagogische Provinz’“. In: „Adalbert Stifter-Institut des Landes Oberösterreich. Vierteljahresschrift“. Jahrgang 5. Folge 1/2. Linz/Donau 1956. Seite 101-106.
  • Vansca, Kurt: Die Schulakten Adalbert Stifters. Nürnberg 1955

 

Roedl, Urban: Adalbert Stifter. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. 13. Aufl. Reinbek bei Hamburg 2002. Rowohlts Monographien 50086. Seite 120.

Ebd. Seite 120.

Ebd. Seite 52.

Siehe Enzinger, Moritz: Adalbert Stifters ‚Lesebuch’. In: Ders.: Gesammelte Aufsätze zu Adalbert Stifter. Wien 1967. Seite 267-294; Seifert, Walter: Literaturidee und Literaturdidaktik bei Adalbert Stifter. In: Adalbert Stifter. Dichter und Maler, Denkmalpfleger und Schulmann. Neue Zugänge zu seinem Werk. Hrsg. v. Hartmut Laufhütte und Karl Mösenender. Tübingen 1996. Seite 157-184.

Siehe Enzinger a. a. O. Seite 278.

Siehe Naumann, Ursula: Adalbert Stifter. Stuttgart 1979. Seite 85.

Siehe Vansca, Kurt: Die Schulakten Adalbert Stifters. Nürnberg 1955; Documenta Paedagogica Austriaca. Adalbert Stifter. Zusammengesellt v. Kurt Gerhard Fischer. 2 Bd. Linz 1961. Schriftenreihe des Adalbert-Stifter-Institutes des Landes Oberösterreich. Hrsg. v. Aldemar Schiffkorn.

Siehe Reich, Willi (Hrsg.): Adalbert Stifter. Kulturpolitische Aufsätze. Einsiedeln/Zürich 1948.

Fischer, Kurt Gerhard: Die Pädagogik des Menschmöglichen. Adalbert Stifter. Schriftenreihe des Adalbert-Stifter-Institutes des Landes Oberösterreich. Hrsg. v. Aldemar Schiffkorn. Folge 17. Linz/Donau 1962. Seite 307.

Dieser wird wie alle übrigen Aufsätze zitiert nach: Reich a. a. O. Hier Seite 43-45.

Ebd. Seite 44.

Vgl. Adalbert Stifter: Wie wird die Freiheit eingeführt? In: Reich a. o. O. Seite 46ff.

Vgl.  Fischer: Pädagogik des Menschenmöglichen a. a. O. Seite 276.

Vgl. Adalbert Stifter: Einleitende Worte zu einer Schulzeitschrift. In: Reich a. a. O. Seite 107.

Mall-Grob, Beatrice: Fiktion des Anfangs: literarische Kindheitsmodelle bei Jean Paul und Adalbert Stifter. M&P-Schriftenreihe für Wissenschaft und Forschung. Stuttgart/Weimar 1999. Seite 167.

Reich a. a. O. Seite 114 – 119.

Vgl. Ebd. Seite 119.

Vgl. Ebd. Seite 120-122.

Ebd. Seite 120.

Ebd. Seite 121.

Ebd. Seite 122.

Vgl. Ebd. Seite 119.

Vgl. dazu Fischer: Pädagogik des Menschenmöglichen a. a. O. Seite 329.

Adalbert Stifter: Die Schule der Familie. In: Reich a. a. O. Seite 123ff.

Ebd. Seite 123.

Ebd. Seite 123.

Ebd. Seite 123f.

Fischer: Pädagogik des Menschenmöglichen. Seite 184.

Vgl. Reich a. a. O. Seite 125.

Vgl. Rutt, Theodor: Adalbert Stifter. Der Erzieher. Wuppertal/Ratingen/Kastellaun 1970. Seite 193ff.

Vgl. Adalbert Stifter: Kirche und Schule. In: Reich a. a. O. Seite 109.

Vgl. Vancsa a. a. O.

Fischer: Pädagogik des Menschenmöglichen. Seite 64.

Hunter, Rosemarie: Wald, Haus und Wasser, Moos und Schmetterling. Zu den Zentralsymbolen in Stifters Erzählung „Der Waldgänger“. In: Vierteljahresschrift des Adalbert Stifter Instituts des Landes Oberösterreich. Jahrgang 24, Folge 1 / 2. Linz 1975. Seite 33.

Reich a. a. O. Seite 125.

Ebd. Seite 125.

In diesem Zusammenhang muss bei einer detaillierten Analyse auch die Poetik Stifters des Sanften Gesetzes miteinbezogen werden, da sich auch diese um sein zentrales Anliegen, die Leidenschaften, dreht.

Vgl. Urzidil, Johannes: „Stifters ‚pädagogische Provinz’“. In: „Adalbert Stifter-Institut des Landes Oberösterreich. Vierteljahresschrift“. Jahrgang 5. Folge 1/2. Linz/Donau 1956. Seite 103.

Naumann a. a. O. Seite 86.