No. 01/07

Germanistik Philosophie Sozialwissenschaften Medienwissenschaft Kunstgeschichte Geschichte

Germanistik

TOP

Die Briefe eines Strategen

Klaus Garber über "Walter Benjamin als Briefschreiber und Kritiker"

Altbewährtes beim Wandel des Selbst in der Moderne

Der vierte Band der Reihe "Biographie- und Lebensweltforschung"

Von Christoph Schmitt-Maaß Von Waldemar Kesler
Schmidt-Maass

 

Eilers
Eine ausformulierte Theorie der Kritik von Walter Benjamin existiert nicht – eine einheitliche schon gar nicht. Auch wenn er gegenüber Freunden immer wieder versprach, andeutete, ankündigte, eine solche vorlegen zu wollen: sie muss aus dem vielfältigen, disparatem Werk Benjamins erst konstruiert werden. Mit Erscheinen des sechsten Bandes der Gesammelten Schriften schien wenigstens der Blick auf die Denkwerkstatt Benjamins im Westen Berlins möglich, enthielt dieser doch die Fragment gebliebene "Aufgabe des Kritikers"... weiter
 
"Autobiographie und ästhetische Erfahrung" umfasst eine Teiluntersuchung des größer angelegten interdisziplinären Forschungsprojekts "Ästhesiologische Komponenten von Bildungsmilieus. Eine Untersuchung von Wissensordnungen des Alltags um 1800, um 1900 und in der Gegenwart". Mehr als dreihundert deutschsprachige Autobiografien aus diesen drei Zeiträumen dienen dem Projekt als Basis, von denen nur ein kleiner Teil für den besprochenen Band berücksichtigt wurde... weiter

Talk Talk Talk

Caroline Jonas analysiert das sprachliche Verhalten von Moderatoren in Talk- und Quizshows

Ad fontes

Katharina Mommsens quellenkritische Studie „Goethe und 1001 Nacht“ als Mittler zwischen Fundamentalismus und Toleranz?

Von Anita Langenhorst Von Norman Rinkenberger
Schmidt-Maass

 

k
"Stellvertretend für den Zuschauer die richtigen Fragen stellen" - so beschreibt Sabine Christiansen ihre Rolle als Fernsehmoderatorin. Was aus dem Mund der ARD-Talkerin beinahe profan klingt, scheint in Wirklichkeit eine Kunst für sich zu sein. Denn woher weiß ein Moderator eigentlich, wie man die richtigen Fragen stellt? Kann man diesbezüglich überhaupt pauschal zwischen richtig und falsch unterscheiden? weiter
 
Als ‚Highlight‘ wird vom Verlag die Neuherausgabe der Schrift „Goethe und 1001 Nacht“ der renommierten Germanistin Katharina Mommsen gefeiert. Als Tübinger Dissertation stellte dies den Beginn der akademischen Karriere (1958) von Mommsen dar, 1960 wurde die Studie im Akademie-Verlag erstmals veröffentlicht, 1981 erfolgte eine Taschenbuchausgabe bei Suhrkamp. Die unveränderte Neuausgabe des Bernstein-Verlags – ergänzt allerdings durch ein Vorwort des Tübinger Theologen Karl-Josef Kuschel und des Taschenbuch-Vorwortes von Mommsen – macht zwar die vergriffene Arbeit wieder zugänglich, aber inwiefern ist sie nun ein „Glanzpunkt“? weiter

Deutschland sucht seinen „Superstar“

Einblicke in die Arbeit eines „literaturwissenschaftlichen Philatelisten“ und Dokumentars: Franz Josef Wiegelmanns Buch zu Johann Wolfgang von Goethes „Leben, Werk und Wirkungsgeschichte im Spiegelbild der Presse seit 1832“

Studentische Brot- und Butter-Bibliothek

Der Anaconda Verlag bietet Klassisches zum kleinem Preis

Von Norman Rinkenberger Von Robert Weisz

j

k

Franz Josef Wiegelmann, pensionierter Personal- und Presseoffizier der Bundeswehr, widmet sich neben seiner Autorentätigkeit verstärkt der Archivierung und Auswertung seines umfangreichen  Pressearchivs, das annähernd 40.000 Zeitungen und Zeitschriften vom 16. Jahrhundert bis heute umfasst. Mit der vorliegenden Publikation macht er einer breiteren Öffentlichkeit seine themengebundene Sammlung bekannt… weiter Es ist eine Situation, vor die der Student wie auch der Doktorand immer wieder gestellt wird: Man blättert gut gelaunt in den abwegigsten Aufsätzen zu noch abwegigeren Themen und plötzlich stellt man fest, dass man das Buch, das in dem Text so ganz nebenbei diverse Male Erwähnung findet, eigentlich gar nicht kennt. Wäre eigentlich gar nicht so tragisch, wäre dieses Buch nicht ein absoluter Klassiker, den man längst kennen sollte und der bestimmt allen, die man fragen würde, bereits aus Schulzeiten bekannt ist..… weiter

Die Krise der Lebensmitte

Wenn der Mittagsdämon den Leser befällt

Grundlegendes neu gefasst

Joachim Bumkes Einführung in Hartmanns "Erec"

Von Jürgen Dehm Von André Schwarz
k k

 

Unter dem altersbedingten Verfall des Körpers scheint das zarte Gemüt des Schriftstellers besonders intensiv zu leiden. Der französische Autor Michel Houellebecq etwa äußerte sich im Jahr 2000 im Interview mit der „Zeit“ zutiefst besorgt darüber, „zu sehen, wie mein Körper allmählich zerfällt“. Das Phänomen, das Houellebecq – er war zum Zeitpunkt des Interviews 44 Jahre alt – mit großer Wahrscheinlichkeit erfasst hat, ist im populären Diskurs weit verbreitet und wird seit einigen Jahrzehnten von der Psychologie heiß diskutiert: es handelt sich um die Midlife-Crisis... weiter Hartmanns "Erec" ist zu Recht einer der Monolithen der Deutschen Literatur, unzählige Studien und Arbeiten haben sich mit dem wohl wirkungsmächstigsten Stoff der mittelhochdeutschen höfischen Literatur beschäftigt. Der Stoff, seine Geschichte, seine Motivik sind ebenso wie die Poetik Hartmanns in nahezu erschöpfender Weise behandelt wurden, der "Erec" ist Gegenstand jeder Einführung in die mittelhochdeutsche Epik.… weiter

Grundlegendes neu gefasst

Joachim Bumkes Einführung in Hartmanns "Erec"

Müßiggänger, Gartenmenschen

Cathrine Theodorsens über "Leopold Andrian, seine Erzählung Der Garten der Erkenntnis und der Dilettantismus in Wien um 1900"

Von André Schwarz Von André Schwarz
k

 

Theodorsen
Hartmanns "Erec" ist zu Recht einer der Monolithen der Deutschen Literatur, unzählige Studien und Arbeiten haben sich mit dem wohl wirkungsmächstigsten Stoff der mittelhochdeutschen höfischen Literatur beschäftigt. Der Stoff, seine Geschichte, seine Motivik sind ebenso wie die Poetik Hartmanns in nahezu erschöpfender Weise behandelt wurden, der "Erec" ist Gegenstand jeder Einführung in die mittelhochdeutsche Epik.… weiter
"Der Garten der Erkenntnis" und der Dilettantismus in der Wiener Moderne ist das Thema der Dissertation von Cathrine Theodorsen, die 2005 an der Universität Tromsø eingereicht wurde und nun im Wehrhahn Verlag erschienen ist… weiter

Zwischenbilanz auf unübersichtlichem Terrain

Susanne Hagemann über "Translations-wissenschaft und der Bologna-Prozess"

 
Von Dr. Vera Eilers  
Eilers  
Das 87 Seiten starke Heft beschreibt die Umsetzung der 1999 in Bologna beschlossenen Entstehung eines "europäischen Hochschulraums" für die Studiengänge "Übersetzen und Dolmetschen". Es handelt sich um den Abschlussbericht eines 2004 durchgeführten, vom DAAD geförderten Forschungsprojektes. Die sorgfältig ausgewählten 32 vor allem europäischen Hochschulen mit rund neunzig Studiengängen und -richtungen stellen ein breites Spektrum dar, wobei sowohl renommierte als auch weniger bekannte Ausbildungsstätten mit einbezogen wurden. Als Untersuchungsgegenstand wurden die Ziele der Bologna-Erklärung festgelegt... weiter  

 

Philosophie

TOP

 

 

 

 

     
     

Sozialwissenschaften

TOP

Auf der Suche nach dem subjektiv gemeinten Sinn 

Stephan Moebius und Dirk Quadflieg legen ein Lexikon postmoderner Kulturtheorien vor

Gender-Mainstreaming für den Alltag

Ein Wegweiser für Training und Beratung im Gender-Mainstreaming

 
Von Marion Näser Von Stephan Peters
k

k
Nach dem „Ende der großen Erzählungen“ wird die diskursive Gemengelage nicht mehr von distinkten Theoriemonolithen, sondern von einer Melange bestimmt, in der eine Vielzahl miteinander verflochtener, komplexer Theorielagen fluktuieren. Wo in der (Re-)Konstruktion gegenwärtiger Diskurse die Grenze zu ziehen ist zwischen einem lexikalisch zu würdigenden Theorieeinfluss und Konzeptionen, die in einem Sammelband mit begrenztem Platz vernachlässigbar erscheinen, darüber kann man sicher streiten... weiter
 
Das Buch von Angelika Blickhäuser und Henning von Bargen füllt eine Lücke in der Beratungsliteratur. Bisher gab es viele wissenschaftliche Publikationen zum Thema Gender Mainstreaming, jedoch wenig praktisch Brauchbares. Das Buch tritt demnach auch mit dem Anspruch an, so die AutorInnen im Vorwort, dass es im Alltag helfen soll. Das grob in drei Teile strukturierte Buch geht systematisch vor und liefert im ersten Teil klar und überschaubar die Grundlagen des Gender Mainstreaming und der damit zusammenhängenden Beratung und Trainingsansätze.... weiter

Parerga und Paralipomena zu „Der Gebrauch der Lüste“ und „Die Sorge um sich“  

Die Foucault-Anthologie „Ästhetik der Existenz“

Vom Nutzen und Nachteil der Erzählung für das Leben

Dieter Thomäs Philosophie der Lebensgeschichte in einer Neuauflage bei Suhrkamp

 
Von Waldemar Kesler Von Waldemar Kesler
k k

Seit mehr als fünfundzwanzig Jahren verfolge ich das Ziel, eine Geschichte der Wege zu skizzieren, auf denen Menschen in unserer Kultur Wissen über sich selbst erwerben: Ökonomie, Biologie, Psychiatrie, Medizin und Strafrecht. Dabei geht es nicht in erster Linie um den Wahrheitsgehalt dieses Wissens, sondern um die Analyse der so genannten Wissenschaften als hochspezifischer »Wahrheitsspiele« auf der Grundlage spezieller Techniken, welche die Menschen gebrauchen, um sich selbst zu verstehen“... weiter
 

Gertrude Stein betrachtete die Art, wie jemand sein Leben führt, als Versuch, es in die Form einer Narration zu bringen. Die Erzählung gewinnt dadurch die Funktion eines Mediums zur Fundierung der Lebensführung. An diesem Punkt setzt der an der Universität St. Gallen lehrende Philosoph Dieter Thomä an und untersucht, welcher Stellenwert dem Einsatz narrativer Mittel bei der sokratischen Frage zukommt, auf welche Weise man zu leben habe. Es geht ihm um die ethische Perspektive der Erzählung, um den Nutzen sowohl eines narrativ konstruierten und Verbindlichkeit beanspruchenden Lebenslaufes wie der darin konstituierten beziehungsweise zu konstituierenden personalen Identität... weiter

Akteure der Moderne  

Eine Einführung in den soziologischen Neo-Institutionalismus von Raimund Hasse und Georg Krücken

Basiswerk für den gebildeten Einsteiger

Wolfgang Ludwig Schneiders "Grundlagen der soziologischen Theorie" in der zweiten Auflage

 
Von Karla Nitschke Von Martin Urban

 

k

Urban

Der vorliegende Band von Raimund Hasse und Georg Krücken führt in die Kernthesen des soziologischen Neo-Instutionalismus ein. Dieser hat seine Ursprünge in den amerikanischen Sozialwissenschaften und geht in erster Linie auf Meyer/Rowan (1977) und DiMaggio/Powell (1983) zurück, die in ihren Studien erstmals den Strukturen von Organisationen die Hauptfunktion der Legitimitätserzielung unterstellen und damit die bis dato angenommene Funktion der effizienten Problembearbeitung durch Organisationen hinterfragen. Im Anschluss an ein Vorwort von John Meyer, dem Begründer des Neo-Institutionalismus, wird einleitend eine Abgrenzung der Institutionalismen verschiedener verwandter Fachbereiche voneinander vorgenommen... weiter
 

In der zweiten Auflage seiner Lehrbuchreihe stellt Dr. Wolfgang Ludwig Schneider die wesentlichen evolutionären Gedanken der Soziologen Max Weber, Talcott Parsons, George H. Mead und Alfred Schütz (Band 1) beziehungsweise Harold Garfinkel, Jürgen Habermas, Niklas Luhmann und der "Rational Choice"-Theorie (Band 2) vor. Die perpektivenspezifischen, meist handlungstheoretischen Ausführungen bilden einen gemeinsamen einheitlichen Kontext aus sich zum Teil überschneidenden, zum Teil auch exklusiven Bezugsproblemen? weiter

"Tantum religio potuit suadere malorum" 

Genderforscherinnen um Christina von Braun untersuchen das Verhältnis von Gewalt, Religion und Geschlecht

 

Humanism Will Heal You:

Julian Nida-Rümelins Versuch, die Menschheit zu verbessern

 
Von Marion Näser Von Marion Näser
Naeser Naeser2

Nach Integrationsdebatten, Ehrenmorden und Kopftuchstreit, im Zuge des allseits konstatierten Bedeutungsgewinns der Religionen,  haben nun auch Wissenschaftlerinnen um die Berliner Filmemacherin und Genderforscherin Christina von Braun einen Sammelband zum Thema ",Holy War? and Gender" verfasst? weiter

Im Anschluss an die Leitkulturdebatte und angesichts der zunehmenden Gefahr einer sozialen (Stichwort: Prekariat) und kulturellen (Stichwort: Parallelgesellschaften) Segregation der Gesellschaft versucht der frühere Staatsminister für Kultur und jetzige Professor der Politischen Theorie und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München Julian Nida-Rümelin, neue normative Grundlagen für eine zukünftige Gesellschaftsordnung zu finden... weiter

   
   
   
   
   

O du höheres Wesen, das wir verehren!

Das umstrittene Evolutionslehrbuch von Junker und Scherer erstrahlt in neuem Hochglanz

Von Willem Warnecke
Warnecke

In der zweiten Auflage seiner Lehrbuchreihe stellt Dr. Wolfgang Ludwig Schneider die wesentlichen evolutionären Gedanken der Soziologen Max Weber, Talcott Parsons, George H. Mead und Alfred Schütz (Band 1) beziehungsweise Harold Garfinkel, Jürgen Habermas, Niklas Luhmann und der "Rational Choice"-Theorie (Band 2) vor. Die perpektivenspezifischen, meist handlungstheoretischen Ausführungen bilden einen gemeinsamen einheitlichen Kontext aus sich zum Teil überschneidenden, zum Teil auch exklusiven Bezugsproblemen? weiter

 

Medienwissenschaft

TOP

Über Amiflittchen und Essensbeischläferinen 

Das Nachkriegs-Fräulein als Außenseiterin in der Geschichte und Filmgeschichte

Der Siegeszug stereotyper Formen in der multimedialen Kultur der Postmoderne

Jörg Schweinitz über „Film und Stereotyp“

Von Christina Heiser Von Christina Heiser
k k
Frauen, die Kontakt zu amerikanischen Soldaten suchten, wurden im Nachkriegsdeutschland von der Öffentlichkeit eher missbilligend als „Fräuleins“ bezeichnet. Prof. Dr. Annette Brauerhoch, die an der Universität Paderborn Filmwissenschaft lehrt, verfasst mit „Fräuleins und G.I.s“, anhand einer Verknüpfung der Filmgeschichte mit der allgemeinen Geschichtsschreibung, erstmals ein ausführliches Bild dieser komplexen Beziehung, die ebenso politisch wie öffentlich war... weiter Seit den 20er Jahren haben Filmkritiker immer wieder die Neigung des Spielfilms zum Kitsch und Klischee, zu formelhaft, wiederkehrenden Bildern und zu konventionellen Erzählmustern bemängelt. Jörg Schweinitz zeichnet in seiner umfassenden Untersuchung nicht nur die sich durch das gesamte 20. Jahrhundert ziehende vehemente sowie ambivalente Debatte um das Stereotyp im Film nach, sondern deckt dabei ebenso die wesentlichen Facetten der filmischen Stereotypik auf. Denn der Film, den Schweinitz als eine Art „Schrittmacher“ im kulturellen Umgang mit dem Stereotyp sieht, präsentiere insbesondere den praktischen Umgang mit Stereotypen, so dass sich, laut Schweinitz, eine Weiterentwicklung der Stereotypik besonders gut am Beispiel des Films aufzeigen lässt... weiter

Der Siegeszug stereotyper Formen in der multimedialen Kultur der Postmoderne

Jörg Schweinitz über „Film und Stereotyp“

 
Von Christina Heiser  
k  
Seit den 20er Jahren haben Filmkritiker immer wieder die Neigung des Spielfilms zum Kitsch und Klischee, zu formelhaft, wiederkehrenden Bildern und zu konventionellen Erzählmustern bemängelt. Jörg Schweinitz zeichnet in seiner umfassenden Untersuchung nicht nur die sich durch das gesamte 20. Jahrhundert ziehende vehemente sowie ambivalente Debatte um das Stereotyp im Film nach, sondern deckt dabei ebenso die wesentlichen Facetten der filmischen Stereotypik auf. Denn der Film, den Schweinitz als eine Art „Schrittmacher“ im kulturellen Umgang mit dem Stereotyp sieht, präsentiere insbesondere den praktischen Umgang mit Stereotypen, so dass sich, laut Schweinitz, eine Weiterentwicklung der Stereotypik besonders gut am Beispiel des Films aufzeigen lässt... weiter

 

Kunstgeschichte

TOP

Ungewöhnliche Dokumente mit tiefem Einblick 

Die "Rückseite des Hakenkreuzes" von Helmut und Beatrice Heiber versammelt skurrile NS-Quellen

 

Ein Spaziergang durch 100 Jahre Kunstgeschichte

Eine eindrucksvolle Dokumentation der Sammlung des Museum Ludwig

Von Alexander Kropp Von Verena Ummenhofer
Herkommer Rinkenberger
"[…] In dem offiziellen Ausstellungskatalog der Großen Deutschen Kunstausstellung 1941 wird unter ,Abbildungen‘ auf Seite 3 das ,Bildnis des Führers‘, danach auf Seite 4 ,Das Ende‘ gezeigt, auf dem ein Schiff, das ein hanseatisches sein kann, strandet. Es wird darauf hingewiesen, daß es nach dem Führerbild bestimmt ein geeigneteres Bild gegeben hätte, als ausgerechnet die Versinnbildlichung des Endes. […]" (Quelle 113, Seite 95). Diese zu einem gewissen Schmunzeln verleitenden Zeilen schrieb die Reichspropagandaleitung der NSDAP im September 1941 an das Haus der Deutschen Kunst in München... weiter

Anlässlich seiner Gründung vor 30 Jahren brachte das Museum Ludwig mit dem Band „Moderne Kunst“ ein Buch heraus, das nicht nur den eindrucksvollen Umfang seiner Sammlung dokumentiert, sondern dem Leser zugleich einen umfassenden Spaziergang durch die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts bietet. Im Vorwort berichtet Kasper König, der Leiter des Hauses, von der Sammlungsphilosophie des Museums und seiner frühen Öffnung für die Zeitgenössische Kunst... weiter

Historische Fächer

TOP

Der Geruch von Blut und Schande 

Ernst Klee schreibt ein Who’s Who der deutschen Kulturschaffenden im „Dritten Reich“

 

Der „Schwarze Tod“ als Urbild aller Seuchen

Klaus Bergdolt fasst den Siegeszug der schlimmsten Seuche der Menschheit und ihre Folgen kompakt zusammen

 
Von André Schwarz Von Christian H. Meier
k Kropp
Thomas Mann stellte kurz nach Kriegsende rigoros fest, dass die Bücher, die in den Kriegsjahren in Deutschland gedruckt werden konnten, „weniger als wertlos“ seien. Ihnen hafte, so Mann, „der Geruch von Blut und Schande“ an. Unrecht hat er damit in weiten Teilen sicherlich nicht, so manches geradezu unerträgliche Machwerk erblickte in jenen Jahren das Licht der gleichgeschalteten Öffentlichkeit. Einen Überblick aber über die Vertreter des Kulturlebens im „Dritten Reich“ zu erhalten, war bislang nicht sonderlich einfach, waren die Informationen doch nur weit verstreut zugänglich.
Abhilfe schafft hierbei nun Ernst Klee, der bereits mit seinem hervorragenden, 2003 erschienenen „Personenlexikon zum Dritten Reich“ einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der NS-Geschichte leistete.... weiter
Den „Schwarzen Tod“ der Jahre ab 1348 als größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte zu beschreiben – wie man bisweilen liest –, trifft aus historiografischer Sicht nicht unbedingt den Kern der Sache. Es mag aber der Verdeutlichung dienen, in welchen Dimensionen man sich die damalige Pestepidemie vorzustellen hat. Das massenhafte Sterben in weiten Teilen Europas erfasste alle Stände und Schichten. ... weiter

Monumentales Gesamtwerk über die NS-Zeit 

Richard Evans legt den zweiten Band seiner Geschichte über das „Dritte Reich“ vor

 

Wann regierte Cheops im Alten Ägypten?

Klaus Jürgen Matz’ unentbehrliches Hilfsmittel zu Regenten und deren Herrschaftszeiten

 
Von Alexander Kropp Von Alexander Kropp
k k

Die NS-Zeit gehört zweifelsohne zu den wohl am besten erforschtesten Epochen der deutschen Geschichte. Die 2000 erschienene zweite Auflage der „Bibliographie zum Nationalsozialismus“ von Michael Ruck weist insgesamt circa 37.100 Einträge aus – eine Zahl, die sich bis heute sicherlich noch einmal deutlich erhöht haben dürfte. Angesichts dieser enormen Anzahl an Publikationen stellt sich manchen Historikern die Frage, inwieweit die Forschung über das „Dritte Reich“ überhaupt noch zu grundsätzlich neuen Erkenntnissen kommen kann – auch und vor allem, was eine Gesamtschau angeht ... weiter

Die geschichtliche Betrachtung und Rekonstruktion vergangener Zeiten stellt den Historiker immer wieder vor die Aufgabe, Herrscher und ihre Regierungszeiten beachten und vor allem kennen zu müssen. Oftmals tauchen in Handbüchern oder anderen Einzeldarstellungen Könige, Kaiser und andere Herrscher auf, die es letztlich einzuordnen gilt, will man – man denke allein an die ganzen Heinriche im Mittelalter – nicht den Überblick verlieren.

Ein unentbehrliches Hilfsmittel ist dabei das Werk „Wer regierte wann?“ von Klaus-Jürgen Matz, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Mannheim, das seit vielen Jahren ganzen Historikergenerationen einen guten Dienst erwiesen hat ... weiter

Frauenbewegt? 

Christina Herkommers Analyse der For-schungskontroversen und des aktuellen For-schungsstandes zu Frauen im Nationalso-zialismus

 

Truppenbetreuung als kriegswichtige Motivationssicherung

Frank Vossler untersucht die "Propaganda in die eigene Truppe" während des Zweiten Weltkrieges

Von Freya Amann Von Alexander Kropp
Herkommer Kropp
Bei dem von Christina Herkommer vorgelegten Buch "Frauen im Nationalsozialismus" handelt es sich um einen Forschungsüberblick, der allerdings nicht die im Buchtitel gestellte Frage "Opfer oder Täterinnen?" klären möchte. Vielmehr ist es die Intention der Autorin, erstens den Verlauf der bundesdeutschen (Frauen-)Forschung zum Thema Frauen im Nationalsozialismus darzustellen und zweitens den Diskurs im steten Vergleich zur "allgemeinen Frauenforschung" sowie zur "allgemeinen Historiographie" einzuordnen. Dabei legt Herkommer ihr Augenmerk sowohl auf die theoretischen Ansätze der WissenschaftlerInnen als auch auf die Funktion, die Diskurse oder Forschungsergebnisse auf gesellschaftlicher Ebene erfüllen sollten... weiter Lange Jahre war die wissenschaftliche Untersuchung von Kriegsgeschehen verschiedener Auseinandersetzungen in der Neuzeit stark auf den militärstrategischen beziehungsweise politischen Aspekt fokussiert. In den vergangenen Jahren hat - vor allem was den Ersten Weltkrieg anbetrifft - auch der mentalitätsgeschichtliche Hintergrund größere Aufmerksamkeit erfahren. Weitgehend ausgeblendet war in der deutschen Kriegshistoriografie bisher auch die sogenannte kulturelle Truppenbetreuung, das heißt wie die Soldaten unterhalten, kurz: "bei der Stange gehalten und motiviert wurden" ... weiter

Ungewöhnliche Dokumente mit tiefem Einblick 

Die "Rückseite des Hakenkreuzes" von Helmut und Beatrice Heiber versammelt skurrile NS-Quellen

 

 
Von Alexander Kropp  
Herkommer  
"[…] In dem offiziellen Ausstellungskatalog der Großen Deutschen Kunstausstellung 1941 wird unter ,Abbildungen‘ auf Seite 3 das ,Bildnis des Führers‘, danach auf Seite 4 ,Das Ende‘ gezeigt, auf dem ein Schiff, das ein hanseatisches sein kann, strandet. Es wird darauf hingewiesen, daß es nach dem Führerbild bestimmt ein geeigneteres Bild gegeben hätte, als ausgerechnet die Versinnbildlichung des Endes. […]" (Quelle 113, Seite 95). Diese zu einem gewissen Schmunzeln verleitenden Zeilen schrieb die Reichspropagandaleitung der NSDAP im September 1941 an das Haus der Deutschen Kunst in München... weiter