Historical sciences

 

Frauenbewegt? 

Christina Herkommers Analyse der For-schungskontroversen und des aktuellen For-schungsstandes zu Frauen im Nationalso-zialismus

Truppenbetreuung als kriegswichtige Motivationssicherung

Frank Vossler untersucht die "Propaganda in die eigene Truppe" während des Zweiten Weltkrieges

 
Von Freya Amann Von Alexander Kropp
Herkommer Kropp
Bei dem von Christina Herkommer vorgelegten Buch "Frauen im Nationalsozialismus" handelt es sich um einen Forschungsüberblick, der allerdings nicht die im Buchtitel gestellte Frage "Opfer oder Täterinnen?" klären möchte. Vielmehr ist es die Intention der Autorin, erstens den Verlauf der bundesdeutschen (Frauen-)Forschung zum Thema Frauen im Nationalsozialismus darzustellen und zweitens den Diskurs im steten Vergleich zur "allgemeinen Frauenforschung" sowie zur "allgemeinen Historiographie" einzuordnen. Dabei legt Herkommer ihr Augenmerk sowohl auf die theoretischen Ansätze der WissenschaftlerInnen als auch auf die Funktion, die Diskurse oder Forschungsergebnisse auf gesellschaftlicher Ebene erfüllen sollten... weiter Lange Jahre war die wissenschaftliche Untersuchung von Kriegsgeschehen verschiedener Auseinandersetzungen in der Neuzeit stark auf den militärstrategischen beziehungsweise politischen Aspekt fokussiert. In den vergangenen Jahren hat - vor allem was den Ersten Weltkrieg anbetrifft - auch der mentalitätsgeschichtliche Hintergrund größere Aufmerksamkeit erfahren. Weitgehend ausgeblendet war in der deutschen Kriegshistoriografie bisher auch die sogenannte kulturelle Truppenbetreuung, das heißt wie die Soldaten unterhalten, kurz: "bei der Stange gehalten und motiviert wurden" ... weiter

 

Ungewöhnliche Dokumente mit tiefem Einblick

Die "Rückseite des Hakenkreuzes" von Helmut und Beatrice Heiber versammelt skurrile NS-Quellen

 

Von Alexander Kropp  
Kropp  
"[…] In dem offiziellen Ausstellungskatalog der Großen Deutschen Kunstausstellung 1941 wird unter ,Abbildungen‘ auf Seite 3 das ,Bildnis des Führers‘, danach auf Seite 4 ,Das Ende‘ gezeigt, auf dem ein Schiff, das ein hanseatisches sein kann, strandet. Es wird darauf hingewiesen, daß es nach dem Führerbild bestimmt ein geeigneteres Bild gegeben hätte, als ausgerechnet die Versinnbildlichung des Endes. […]" (Quelle 113, Seite 95). Diese zu einem gewissen Schmunzeln verleitenden Zeilen schrieb die Reichspropagandaleitung der NSDAP im September 1941 an das Haus der Deutschen Kunst in München... weiter