| Bei dem von Christina Herkommer vorgelegten Buch "Frauen im Nationalsozialismus" handelt es sich um einen Forschungsüberblick, der allerdings nicht die im Buchtitel gestellte Frage "Opfer oder Täterinnen?" klären möchte. Vielmehr ist es die Intention der Autorin, erstens den Verlauf der bundesdeutschen (Frauen-)Forschung zum Thema Frauen im Nationalsozialismus darzustellen und zweitens den Diskurs im steten Vergleich zur "allgemeinen Frauenforschung" sowie zur "allgemeinen Historiographie" einzuordnen. Dabei legt Herkommer ihr Augenmerk sowohl auf die theoretischen Ansätze der WissenschaftlerInnen als auch auf die Funktion, die Diskurse oder Forschungsergebnisse auf gesellschaftlicher Ebene erfüllen sollten... weiter |
Lange Jahre war die wissenschaftliche Untersuchung von Kriegsgeschehen verschiedener Auseinandersetzungen in der Neuzeit stark auf den militärstrategischen beziehungsweise politischen Aspekt fokussiert. In den vergangenen Jahren hat - vor allem was den Ersten Weltkrieg anbetrifft - auch der mentalitätsgeschichtliche Hintergrund größere Aufmerksamkeit erfahren. Weitgehend ausgeblendet war in der deutschen Kriegshistoriografie bisher auch die sogenannte kulturelle Truppenbetreuung, das heißt wie die Soldaten unterhalten, kurz: "bei der Stange gehalten und motiviert wurden" ... weiter |